DTM 2006: 7. Lauf in Zandvoort

Bernd Schneider Zweiter

Bruno Spengler Vierter

 

Sieg von Kristensen im Audi, 0.7 Sekunden vor dem als Siebtem gestarteten Schneider


Bernd Schneider (Vodafone AMG-Mercedes C-Klasse) hat beim siebten Lauf der DTM 2006 in Zandvoort den zweiten Platz belegt. Nach 38 Runden fuhr er 0.7 Sekunden hinter Sieger Tom Kristensen (Audi A4 DTM) ins Ziel. Bruno Spengler (DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes C-Klasse) wurde Vierter. Jamie Green (Salzgitter AMG-Mercedes C-Klasse) fuhr auf Platz acht und Mika Häkkinen (AMG-Mercedes C-Klasse) auf elf; beide mussten jeweils wegen einer Durchfahrtsstrafe ein drittes Mal durch die Box. Schneider verteidigte seine Führung in der Gesamtwertung mit 54 Punkten vor Kristensen mit 44; Spengler ist Dritter mit 39 Zählern. 78.500 Zuschauer besuchten die Veranstaltung am Wochenende.

Green startete zum vierten Mal in diesem Jahr von der Pole Position. Er fiel bis zur ersten Kurve auf Rang fünf zurück, überholte in Runde zwei Heinz-Harald Frentzen (Audi A4 DTM) und war Vierter. Spengler fiel beim Start von Rang fünf auf acht zurück hinter Schneider, der sich als Siebter qualifiziert hatte.

Eingangs der sechsten Runde überholte Schneider den Audi von Pierre Kaffer und übernahm Platz sechs. Am Ende dieser Runde legte Green seinen ersten Boxenstopp ein und fiel von Platz vier auf 15 zurück.

Häkkinen wollte im siebten Umlauf Christian Abt (Audi A4 DTM) überholen, dabei berührten sich beide Autos und Häkkinen drehte sich. Er erhielt wegen dieser Aktion eine Durchfahrtsstrafe, die er in der elften Runde antrat. Danach war er 14. Im gleichen Umlauf kam Schneider zu seinem ersten Stopp herein; gefolgt von Spengler eine Runde später. Häkkinen legte seinen ersten regulären Boxenhalt im 14. Umlauf ein.

Nachdem alle ihre ersten Boxenstopps absolviert hatten, lag Green auf Platz vier vor Schneider, Spengler war Siebter. In Runde 18 absolvierte Green seinen zweiten Routinestopp, Spengler folgte drei Umläufe später, Schneider in Runde 23.

Schneider fuhr in Runde 24 auf Platz drei und attackierte in der Folge immer wieder den vor ihm liegenden Martin Tomczyk (Audi). Eingangs der 36. Runde kam Schneider vorbei. In den letzten drei Runden verkürzte er den Abstand hinter dem führenden Kristensen, konnte ihn aber nicht überholen. Schneider wurde Zweiter, Spengler kam auf Platz vier. Stefan Mücke, als 14. gestartet, belegte in der TV-Spielfilm AMG-Mercedes C-Klasse des Vorjahres Rang sieben.

Eingangs der 28. Runde verbremste sich Ekström in der ersten Kurve, Green überholte und beide Autos berührten sich. Auch der Engländer erhielt eine Durchfahrtsstrafe, die er im 29. Umlauf absolvierte. Green belegte am Ende Platz acht.

Daniel la Rosa (TrekStor AMG-Mercedes C-Klasse 2005) wurde Zehnter vor Mika Häkkinen. Der Finne fuhr im 28. Umlauf die schnellste Rennrunde mit 1:34.888 und wurde am Ende Elfter. Susie Stoddart (AutoScout24 AMG Mercedes C-Klasse 2004) kam auf Platz zwölf, ihr bestes Ergebnis in der DTM.

 

Bernd Schneider, Vodafone AMG-Mercedes C-Klasse 2006, Zweiter: „Das war mehr als ich nach dem siebten Startplatz erwartet hatte, denn hier kann man kaum überholen. Danke an mein Team, die Jungs haben mir nicht nur ein super Auto hingestellt, auch die Strategie und die Boxenstopps waren perfekt. Ich konnte immer attackieren und der Zweikampf mit Martin Tomczyk hat Spaß gemacht. Jetzt freue ich mich auf die letzten drei Rennen der Saison.“

Bruno Spengler, DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes C-Klasse 2006, Vierter: „Ich bin schlecht gestartet, doch dank einer guten Strategie kam ich wieder nach vorn. Der vierte Platz ist noch in Ordnung; Hauptsache, ich habe nicht zuviel auf die Spitze verloren.“

Stefan Mücke, TV-Spielfilm AMG-Mercedes C-Klasse 2005, Siebter: „Von Platz 14 auf Rang sieben vorzukommen ist OK. Wir haben unser Ziel, Punkte zu holen, erreicht. Vielleicht hätten wir den zweiten Boxenstopp vorziehen sollen.“

Jamie Green, Salzgitter AMG-Mercedes C-Klasse 2006, Achter: „Ich bin sehr schlecht gestartet und auf Platz fünf zurückgefallen, weil meine Räder durchdrehten. Schade, denn ich hätte etwas schneller fahren können als die Audi vor mir. Als ich hinter Mattias Ekström war, hat er sich verbremst und ist dann nach innen gezogen. Dadurch haben wir uns berührt. Wo sollte ich hin, wenn ich Fehler mache, gebe ich diese zu und dies war keiner.“

Daniel la Rosa, TrekStor AMG-Mercedes C-Klasse 2005, Zehnter: „Ich bin gut gestartet, aber ich musste vorzeitig zum ersten Boxenstopp herein, weil die Reifen abbauten. Nach einer Kollision mit Heinz-Harald Frentzen war das Fahrverhalten meines Autos beeinträchtigt, so dass ich mit Platz zehn noch zufrieden bin.“

Mika Häkkinen, AMG-Mercedes C-Klasse 2006, Elfter: „Mein Start war nicht so gut wie geplant, weil ich eine Kollision mit Bernd vermeiden wollte. Ich entschuldige mich bei Christian Abt, mein Überholversuch war etwas zu hart. Das hat unsere Rennen zerstört. An meinem Auto hat danach die Balance nicht mehr gestimmt. Unser Team hat einen tollen Job gemacht und das ganze Wochenende hart gearbeitet. Meine schnellste Rennrunde zeigt, dass heute mehr drin war. Jetzt freue ich mich auf das nächste Rennen in drei Wochen in Barcelona.“

Susie Stoddart, AutoScout24 AMG-Mercedes C-Klasse 2004, Zwölfte: „Ein tolles Rennen. Das Team hat super gearbeitet, die Boxenstopps und die Strategie waren perfekt. Danke an alle, ich freue mich sehr.“

Mathias Lauda, Junge Gebrauchte AMG-Mercedes C-Klasse 2004, 15.: „Das Qualifying gestern lief super, was ich vom Rennen nicht behaupten kann.“

Alexandros Margaritis, Easy Rent AMG-Mercedes C-Klasse 2005, ausgefallen: „In der ersten Runde ist mir Nicolas Kiesa viermal heftig ins Auto gefahren, danach war es nur noch schwer zu kontrollieren. Die Vibrationen wurden in der zweiten Rennhälfte immer stärker, in der 24. Runde fuhr ich an die Box und gab auf.“

Jean Alesi, stern AMG-Mercedes C-Klasse 2005, wegen defekter Servolenkung ausgefallen: „Es gab einen Druckverlust in der Servolenkung, so dass sie nicht mehr funktionierte. Damit konnte ich mein Rennen nicht fortsetzen. Schade.“

 

Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef: „Bernd Schneider ist ein klasse Rennen gefahren. Strategie und Boxenstopps der HWA-Mannschaft waren eine echte Meisterleistung, danke an das ganze Team um Gerhard Ungar und Hans-Jürgen Mattheis. Bernd hat mit dem zweiten Platz zwei Punkte auf Verfolger Tom Kristensen eingebüßt – er startete als Siebter und wir alle haben dank seiner Leistung ein starkes und spannendes Rennen gesehen. Jamie Green ist am Start von der Pole Position vier Plätze zurückgefallen und hat dadurch das Rennen verloren. Gratulation an Tom Kristensen und Abt-Audi, auch wer mit 0.7 Sekunden Vorsprung gewinnt, ist ein verdienter Sieger.“