Olé mit 10.000 PS:
DTM-Premiere in Spanien
Beim achten Lauf der DTM 2006 am kommenden Wochenende
in Barcelona betritt die Meisterschaft Neuland: Erstmals seit 1984 wird ein
Rennen in Spanien gestartet. Spanien ist das 16. Land, in dem die DTM -
einschließlich der 1995 und 1996 ausgetragenen ITC – antritt.
Vor dem Rennen in Barcelona führt Bernd Schneider (Vodafone
AMG-Mercedes) mit 54 Punkten vor Tom Kristensen (Audi A4 DTM) mit 44 und Bruno Spengler (DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes)
mit 39 Zählern.
Historie: Die Geschichte der DTM begann am 11. März 1984 gleich mit einem Auslandsrennen im belgischen Zolder. Von insgesamt 324 DTM- und ITC-Rennen fanden 83, also gut ein Viertel, außerhalb Deutschlands statt (von 1988 bis 1996 sowie 2000 gab es jeweils zwei Rennen pro Veranstaltung, von 1997 bis 1999 wurde die DTM nicht ausgetragen). Nur 2000, im Jahr nach dem Neustart der Meisterschaft, wurden alle Rennen (damals 18, von denen zwei Läufe auf dem Lausitzring wegen zu starken Regens abgesagt werden mussten) in Deutschland gefahren.
Die 83 bisherigen Auslandsrennen der DTM: Belgien 23 (Zolder 22, Spa 1); England 13 (Donington 10, Silverstone 2, Brands Hatch 1); Italien 8 (Mugello 6, Adria 2); Tschechien 8 (Brünn); Niederlande 6 (Zandvoort); Portugal 5 (Estoril); Finnland 4 (Helsinki); Frankreich 4 (Magny-Cours); Österreich 4 (A1-Ring 3, Salzburgring 1); Brasilien 2 (Sao Paulo); Japan 2 (Suzuka); Ungarn 2 (Budapest); China 1 (Schanghai, Einladungsrennen); Türkei 1 (Istanbul).
Zahlen und Fakten zur Rennstrecke: Die DTM fährt zuschauerfreundlich auf dem Circuit de Catalunya den 2,949 Kilometer langen National Circuit, der rund 1,7 Kilometer kürzer ist als der Grand-Prix-Kurs. So werden bei der Distanz von rund 170 Kilometern jetzt 21 Runden mehr gefahren als dies auf der 4,627 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke der Fall gewesen wäre. Mit einer Distanz von 171,042 Kilometern ist das Rennen das längste der Saison und exakt 842 Meter länger als die Renndistanz auf dem Norisring. Der Circuit de Catalunya ist nur wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt und der hier häufig wehende Wind bringt oft Sand auf die Strecke, ähnlich wie zuletzt auf dem Dünenkurs von Zandvoort. Das macht den Belag rutschig und sorgt für wechselnde Bedingungen.
Pedro de la Rosa fährt Demonstrationsrunden im McLaren Mercedes MP4-20: Der 35-jährige Katalane aus Barcelona, der beim Grand Prix von Ungarn Zweiter wurde, wird vor dem Rennstart am Sonntag Demonstrationsrunden im McLaren Mercedes Formel 1 zurücklegen, um so viele seiner Landsleute zu begeistern. Bereits am Samstag fährt Pedro Gäste im DTM-Renntaxi AMG-Mercedes C-Klasse um den Kurs, gibt Autogramme und beantwortet Fragen im Rahmen der öffentlichen Pressekonferenz „Meet the Drivers“ am Samstag um 17:15 Uhr.
Die aktuelle Gewichtsverteilung: AMG-Mercedes C-Klasse 2006 (Schneider, Green, Häkkinen, Spengler): 1.075 Kilogramm; Audi A4 DTM 2006: 1.065 Kilogramm; AMG-Mercedes C-Klasse 2005 von Jean Alesi, Daniel la Rosa, Alexandros Margaritis, Stefan Mücke: 1.060 Kilogramm; 2004er Fahrzeuge wie die AMG-Mercedes C-Klasse von Mathias Lauda und Susie Stoddart: 1.020 Kilogramm.
Hier die Kommentare der zehn Mercedes-Fahrer, in der Reihenfolge entsprechend dem Ergebnis des letzten Rennens in Zandvoort:
Bernd Schneider, Startnummer 2 (Vodafone AMG-Mercedes C-Klasse, Zweiter): „Ich freue mich auf Barcelona und hoffe, dass viele Fans neugierig auf die DTM sind und das Rennen besuchen. Die Strecke hat mir bei den Testfahrten gut gefallen und mit nur noch zehn Kilo mehr Gewicht als die Audi sollten wir gute Erfolgsaussichten haben. Mein Ziel ist es, meinen Vorsprung in der Meisterschaft auszubauen.“
Bruno Spengler, Startnummer 9 (DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes C-Klasse, Vierter): „In Barcelona ist es wie in Zandvoort oft windig, so dass eine gute Abstimmung nicht einfach zu finden ist. Bei den Testfahrten hier haben wir festgestellt, dass das, was sich am Vormittag bewährt, am Nachmittag bei veränderten Bedingungen oft nicht mehr funktioniert.“
Stefan Mücke, Startnummer 17 (TV Spielfilm AMG-Mercedes C-Klasse, Siebter): „Ich war bei den Tests im Frühjahr nicht dabei und bin deshalb sehr gespannt auf die Strecke. Es soll viel Spaß machen dort zu fahren. Wir werden auf jeden Fall versuchen die guten Leistungen der letzten Rennen zu wiederholen und den Aufwärtstrend fortzusetzen.”
Jamie Green, Startnummer 3 (Salzgitter AMG-Mercedes C-Klasse, Achter): „Ich freue mich auf Barcelona. Die verkürzte Strecke ist Neuland für alle und ich will hier endlich nicht nur im Qualifying, sondern auch im Rennen ganz nach vorn.“
Daniel la Rosa, Startnummer 18 (TrekStor AMG-Mercedes C-Klasse, Zehnter): „Barcelona ist neu für mich, aber ich habe schon ein wenig am Computer geübt. Ich glaube, dass mir die Strecke gefallen wird und ich hoffe, dass ich an die gute Leistung von Zandvoort anknüpfen kann.“
Mika Häkkinen, Startnummer 8 (AMG-Mercedes C-Klasse, Elfter): „Barcelona ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke und in einigen Kurven musst Du alles geben, aber das macht Spaß. Ich habe hier von 1998 bis 2000 drei Formel-1-Rennen gewonnen und erinnere mich deshalb gern an diese Strecke. Doch DTM-Autos sind ganz anders zu fahren und ich freue mich auf die neue Herausforderung. Nach zuletzt zwei unbefriedigenden Ergebnissen möchte ich mein Team hier wieder mit einem Top-Ergebnis für seine harte Arbeit belohnen.“
Susie Stoddart, Startnummer 22 (AutoScout24 AMG-Mercedes C-Klasse, Zwölfte): „In Barcelona habe ich zum ersten Mal in einem DTM-Auto gesessen und kenne die Strecke deshalb schon etwas. Ich freue mich auf das Rennen und möchte wie zuletzt in Zandvoort die anderen 2004er-Autos schlagen.“
Mathias Lauda, Startnummer 21 (Junge Gebrauchte AMG-Mercedes C-Klasse, 13.): „Auf das Wochenende an meinem Wohnsitz Barcelona freue ich mich besonders, weil es mein Heimrennen ist. Ich kenne die Strecke gut und hoffe, im Qualifying ein ähnlich gutes Ergebnis wie in Zandvoort zu erzielen. Wenn das klappt, sollte ich auch im Rennen gut abschneiden.“
Alexandros Margaritis, Startnummer 11 (EasyRent AMG-Mercedes C-Klasse, wegen gebrochener Spurstange nach Berührung durch ein anderes Auto ausgefallen): „Die letzten beiden Rennen waren für mich enttäuschend. Wir hatten einen guten Speed, aber die Strafversetzungen im Qualifying und der Ausfall in Zandvoort haben zählbare Ergebnisse verhindert. Wenn wir in Barcelona endlich ein Wochenende ohne Zwischenfälle erleben sind auch wieder Punkte drin.“
Jean Alesi, Startnummer 10 (stern AMG-Mercedes C-Klasse, mit Defekt an der Servolenkung ausgefallen): „In der Formel 1 bin ich in Barcelona dreimal aufs Podium gefahren, meine Erinnerungen an diese Strecke sind also nicht schlecht. Die Reifenabnutzung auf dem Circuit de Catalunya ist recht hoch, es wird also viel auf eine gute Boxenstoppstrategie ankommen. Mit der Erfahrung unseres Teams sollte da ein gutes Ergebnis drin sein."
Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: „Das Gastspiel der DTM in Barcelona
ist ein idealer Schritt bei der Ausweitung der Serie auf die wichtigen
europäischen Kernmärkte. Klar ist, dass dort Aufbauarbeit geleistet werden
muss, noch vor fünf Jahren gab es in Barcelona Formel-1-Rennen mit äußerst
bescheidener Zuschauer-Zahl, heute hat Spanien mit Fernando Alonso
einen Formel-1-Weltmeister und der spanische Grand Prix erreicht im
internationalen Vergleich Rekord-Zuschauerzahlen. Die DTM will den Besuchern
bei der Spanien-Premiere nicht nur ein packendes Rennen bieten, sondern auch
ein einmaliges und erstklassiges Rahmenprogramm. So fährt Pedro de la Rosa vor
heimischem Publikum seinen McLaren Mercedes Formel 1, nachdem er im C-Klasse-DTM-Renntaxi Preisgewinner und Gäste im Renntempo
um den Kurs gefahren hat. Sportlich wird die Auseinandersetzung garantiert
hochwertig werden. Vor den letzten drei Rennen ist alles offen und es zählt
nur, welche Resultate wir erzielen werden und nicht welche wir bereits erzielt
haben. Allen in unserer Mannschaft ist dies Ansporn.“
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